2016 war das weltweit heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1880. Es ist damit das dritte Hitze-Rekordjahr in Folge.

 
 

In den vergangenen 800.000 Jahren sind Kohlendioxid (CO2) und Oberflächentemperaturen auf der Erde auf einem strukturierten und zuverlässigen Niveau geblieben. Heutzutage, vor allem aufgrund des großen Einsatzes fossiler Brennstoffe, atmosphärischen CO2-Werte haben die historischen Werte von über 400 Teilen pro Million (ppm) überschritten. Weil CO2-Werte und Temperatur korrelieren, ist unsere Welt bereits messbar wärmer und das macht Hurrikane, Überschwemmungen, Hitzewellen, Dürren und Waldbrände schlimmer. Unterdessen tötet das CO2, das sich in unseren Ozeanen auflöst, Korallenriffe. Die Klimasituation ist bereits schlecht und wenn wir nicht CO2-Konzentrationen von unter 350 ppm erreichen, werden die Dinge noch viel schlimmer werden.

 

Hier ein paar Interessante Grundlagen:

Klima

Das Klima ist langfristig. Klima ist das Wetter in einem bestimmten Gebiet, übermittelt in einem langen Zeitraum (30+ Jahre), in dem wir große Trends und Veränderungenbeobachten können.

Wetter

Das Wetter ist kurzfristig. Wie könnten sich Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag, Wolken, Sichtweite und Wind in der nächsten Stunde, am nächsten Tag oder in der nächsten Woche sonst verändern?

Fossile Brennstoffe

Fossile Brennstoffe entstehen, wenn organischer Kohlenstoff aus alten Pflanzen und Tieren unter hohem Druck über Hunderte von Millionen Jahren in der Erdkruste vergraben, erhitzt und komprimiert wird. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe setzt den gespeicherten Kohlenstoff in die Atmosphäre zurück und erhöht die Konzentration von Treibhausgasen in unserer Atmosphäre auf mehr, als wir benötigen, um mehr Wärme einzufangen und unseren Planeten aufzuwärmen.

Treibhausgase

Treibhausgase fangen Wärme in unserer Atmosphäre ein. Dazu gehören unter anderem Kohlendioxid, Wasserdampf, Methan, Ozon und Lachgas. Ohne sie wäre unser Planet wesentlich kälter und würde die Ökosysteme, die wir heute kennen, nicht unterstützen.

 

 

 

Welche Veränderungen können wir erkennen?

 

  • Im Vergleich zu 1880 ist die globale Durschnittstemperatur um 0,90 C gestiegen
  • Das arktische Meereisminimum ist seit 1979 (als die Satellitenaufnahmen begannen) um 13,3% pro Jahrzehnt gesunken. "Minimum" bedeutet das Ausmaß des arktischen Meereises im September, wenn die Eisstände am niedrigsten sind.
  • Landeis hat seit 2002 um 286 Gigatonnen pro Jahr abgenommen. Landeis bedeutet Eisschollen (Grönland und Antarktis) plus Gletscher.
  • Der globale durchschnittliche Meeresspiegel hat in den letzten 100 Jahren um 178 mm zugenommen.

 

Willst du mehr erfahren? Schau dir die Global Climate Change-Seite der NASA über Vital Signs of the Planet an.

 

Worum geht es bei den 2°C ?

Wissenschaftler warnen davor, dass der Anstieg der globalen Oberflächentemperatur unter 2 ° C bleiben sollte. Die steigenden globalen Temperaturen führen unter anderem dazu, dass die Gletscher schnell schmelzen. Dieses schnelle Schmelzen fügt zu mehr Wasser und schwere Eisbrocken in unseren Ozean, was zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt. Ein Anstieg des Meeresspiegels bedeutet gestörte Wetterzyklen und, kürzere, weniger lange Winter.

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Gründe

Treibhausgase entstehen hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe für Strom, Transport und andere Industrietätigkeiten. Fossile Brennstoffe waren wichtig für die globale Entwicklung, heutzutage stellen wir aber fest dass die resultierenden Emissionen ein großes Problem sind. Wenn wir den Klimawandel ernst nehmen und eine ernsthafte Erwärmung vermeiden, müssen wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Dafür wird ein globales Engagement für saubere Technologie und Energieeffizienz erfordert.

Auswirkungen

Bergregionen sind reagieren besonders empfindlich auf den Klimawandel. In den Alpen stieg die Temperatur seit 1850 um etwa 1,8 ° C und die Erwärmungsrate ist fast dreimal so hoch wie im globalen Durchschnitt. Klimamodelle prognostizieren einen weiteren Temperaturanstieg von 1 bis 2 ° C bis 2050 und 3 bis 6 ° C bis zum Ende des Jahrhunderts. Weitere Auswirkungen sind die Verringerung der Schneedecke (bei 1 ° C Schneegrenze steigt um 150 Meter), das Abschmelzen von Permafrost, die Änderung der Niederschlagsmengen und eine höhere Anzahl von extremen Wetterereignissen. Die Reduktion der Gletschermasse stellt ein weiteres Problem dar. Bis in den 1980er Jahren gingen 30-40% ihrer Fläche und die Hälfte der Masse in den Alpen verloren und seit dem weitere 10-20% von der verbleibenden Masse. Bei konstantem Temperaturanstieg könnte die gesamte Gletscherdecke in den Alpen bis 2100 schmelzen.

 
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2016/2017 war ein Negativrekord. Der Gletscherrückgang von durchschnittlich 25,2 Metern ist demnach der höchste seit dem Jahr 1960.

Der höchste Rückzug wurde am Gepatschferner (Ötztaler Alpen) mit 125 Metern gemessen. Das Waxeggkees (Zillertaler Alpen) wies einen Schwund von 120 Metern auf, gefolgt vom Winkelkees (Ankogelgruppe) mit 118,1 Metern”

Die Alpen haben die größte Anzahl von Ski Gebiete (über 10.000 Lifte) und die größte Anzahl an Gäste weltweit.

 
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Laut wissenschaftlicher Studien haben bereits mehr als 50% der Skigebiete in Österreich keine natürliche Schneesicherheit mehr und die künstliche Beschneiung wird um 100-199% steigen müssen.

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