Active Campaign

#65by2030 für ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz

Progress

35%

Nur gemeinsam können wir es schaffen!

Es steht viel auf dem Spiel, vielleicht weit mehr, als viele von euch glauben. Denn wenn wir so weitermachen wie bisher, dann werden bis 2050 die Hälfte aller in Österreich noch vorhandenen Gletscher verschwunden sein. Das und alles, was damit zusammenhängt, hat natürlich weit gravierender Auswirkungen als nur das Verschwinden unserer Postkartenmotive. So sind rund 20% aller österreichischen Jobs in Gefahr (die direkt oder indirekt vor allem mit Wintertourismus in Verbindung stehen), ein Großteil des österreichischen BIP steht auf dem Spiel und nicht zuletzt auch unser großartiges Trinkwasser. Dass diese drei Punkte weitere Konsequenzen nach sich ziehen, dürfte wohl klar sein.

Österreich muss also alles daran setzen, so bald wie möglich klimaneutral zu werden. Und das nicht nur, um die Vorgaben der EU zu erfüllen, sondern viel mehr, um die eigene Wirtschaft und Zukunft Österreichs zu retten. Zusammen mit euch Unternehmen möchten wir ein Zeichen setzen und der Politik zeigen, dass wir nicht nur bereit sind, etwas zu ändern, sondern dass wir sogar gesetzliche Rahmenbedingungen fordern, um das zu schützen, was wir lieben: unsere Natur, unsere Hobbies, unseren Skikult, aber eben auch unsere Jobs und unsere Wirtschaft.

Noch nie war die Faktenlage so eindeutig, dass es entschlossene Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten braucht. Noch nie war es so dringend, diese einzuleiten. Noch nie war es so einfach, Schritte zur Rettung von Klima und Wirtschaft zu setzen, wie durch die bevorstehende Erneuerung des Klimaschutzgesetzes. Mit eurer Unterschrift könnt ihr euren Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten und ein klares Zeichen setzen.

Unsere Forderungen sind: 

Die Verankerung eines Grundrechts auf Klimaschutz in der Verfassung.

Die gesetzliche Verankerung der Klimaneutralität bis 2040 (wie von der Regierung bereits angekündigt), inklusive einem entsprechenden Reduktionspfad und verbindlichen Zwischenzielen. Allen voran die Emissionen bis 2030 um mindestens netto 65% zu reduzieren.

Ein bindendes Maßnahmenprogramm von Bund und Ländern, um den CO2-Reduktionspfad bis hin zur Klimaneutralität 2040 einzuhalten.


Der offene Brief kann nur von Unternehmen, Einzelunternehmer*innen und Vereinen unterzeichnet werden. Wenn ihr uns als Privatpersonen unterstützen möchtet, könnt ihr gerne unsere Beiträge auf Social Media teilen! Zu unseren Assets geht es hier.

Offener Brief Klimaschutzgesetz

Sehr geehrte Regierungsparteien!
Sehr geehrte Abgeordnete des österreichischen Parlaments!

Österreich ist weltweit bekannt als die Skination schlechthin. Das spiegelt neben dem Freizeit- und Urlaubsverhalten der Österreicherinnen auch der wirtschaftliche Stellenwert wider: Fast ein Sechstel des österreichischen BIP wird in der Wintersport- und Tourismusbranche generiert. Das alleine sollte schon Grund genug sein, Maßnahmen zu setzen, die dem Erhalt der Grundlagen dafür, nämlich einer intakten Umwelt, dienen. Die 152 Millionen Nächtigungen der Winterurlauberinnen im Jahr 2019 untermauern die Vormachtstellung des Wintertourismus und allen damit verknüpften Leistungen. Auch für den Arbeitsmarkt spielt der Winter eine große Rolle: Jeder fünfte Job in Österreich ist direkt oder indirekt davon abhängig, regional ist die Relevanz fallweise sogar noch größer. Österreich ist jedoch nicht nur (winter-) touristisches Musterbeispiel, sondern auch Heimat vieler Weltmarktführer in der Entwicklung diverser Skitechnologien (Ski, Liftanlagen, Kantenschleifmaschinen etc.).

Ohne eine intakte Umwelt steht nicht nur der Ruf Österreichs als Ski(urlaubs)nation auf dem Spiel, sondern auch die Existenz vieler heimischer Unternehmen und damit verbunden jene der Angestellten. Unsere Umwelt ist unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlage. Allerdings ist gerade in einem Tourismusland wie Österreich wichtig, dass es kein Leben von der Natur, sondern ein Wirtschaften im Einklang mit der Natur ist. Klimaneutralität ist das Gebot der Stunde – und das nicht erst seit gestern, wie die Bemühungen anderer Staaten sowie der EU zeigen. Vergangenen Dezember wurde auf EU-Ebene das Ziel der Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2030 auf 55% angehoben, um die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Für Österreich ergibt das ein Zielniveau von 57%. Dem aktuellen Regierungsprogramm zufolge soll Österreich jedoch bereits 2040 klimaneutral sein. Dafür bräuchte es nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik aber ein weitaus ambitioniertes Reduktionsziel.

Davon ist Österreich derzeit allerdings meilenweit entfernt, das Gegenteil ist nämlich der Fall: die Emissionen steigen weiterhin. Es besteht demnach akuter Handlungsbedarf, um in puncto Emissionsreduktion ähnlich wie im Wintertourismus eine Vorreiterrolle einzunehmen. Das nun auszuarbeitende Gesetz bietet die Möglichkeit, den rechtlichen Rahmen dafür zu schaffen. Denn solange der Weg in Richtung Klimaschutz nicht geebnet ist und es keine rechtlichen Konsequenzen für klimaschädliches Handeln gibt, wird die Kehrtwende nicht gelingen. Die unterzeichnenden Unternehmer*innen appellieren mit ihrer Unterschrift nicht nur an ihre politische (Zukunfts-) Verantwortung, sondern beweisen vor allem den Willen zum Mitwirken an einer ambitionierten Klimapolitik und dass sich Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik nicht ausschließen müssen und dürfen. Es braucht nachhaltige Denkweisen in beiden Bereichen.

Daher treten wir mit folgenden Forderungen an Sie heran:

Die Verankerung eines Grundrechts auf Klimaschutz in der Verfassung.
Die gesetzliche Verankerung der Klimaneutralität bis 2040 im Klimaschutzgesetz sowie die Festschreibung eines entsprechenden Reduktionspfades und verbindliche Zwischenziele, um die Emissionen bis 2030 um mindestens 65% zu senken.
Die Erstellung eines rechtlich bindenden Maßnahmenprogramms von Bund und Ländern, um den CO2-Reduktionspfad bis hin zur Klimaneutralität 2040 einzuhalten, sowie die Etablierung von Verantwortlichkeitsmechanismen und Sanktionen bei Zielverfehlungen. Bei Abweichungen vom Reduktionspfad sollen von der Bundesregierung verpflichtende Steuerungsmaßnahmen ergriffen und ein Sofortprogramm umgesetzt werden.

Noch nie war die Faktenlage so eindeutig, dass es entschlossene Maßnahmen zum Schutz unseres Planeten braucht. Noch nie war es so dringend, diese einzuleiten. Noch nie war es so einfach, Schritte zur Rettung von Klima und Wirtschaft zu setzen wie durch die bevorstehende Erneuerung des Klimaschutzgesetzes.
Protect Our Winters Austria richtet sich daher gemeinsam mit allen unterzeichnenden Unternehmen mit der dringlichen Aufforderung an Sie, als demokratisch legitimierte Vertreterinnen der Österreicherinnen, die notwendigen Maßnahmen zur Rettung von Klima, Umwelt, Winter und damit auch der heimischen Wirtschaft im kommenden Klimaschutzgesetz zu verankern. Diesen „Worten“ in Form der Paragraphen müssen jedoch auch Taten folgen! Daran werden wir – und alle Unterzeichner*innen – Sie messen!

Mit (klima-) freundlichen Grüßen

Moritz Nachtschatt
Geschäftsführer Protect Our Winters Austria
Im Namen von Protect Our Winters Austria sowie allen nachfolgenden Unternehmen

%%ihre Unterschrift%%



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Den vollständigen Brief kannst du dir hier herunterladen. Die Unterschrift wird erst durch Klicken auf den Link in der Email bestätigt (falls die Bestätigungsmail nicht ankommt, bitte den Spamordner überprüfen).

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Erklärung:

Uns ist klar, dass nicht nur die Wintersport- und Tourismusbranche vom Klimawandel betroffen sind, aber hier liegt nun einmal unsere Expertise. Außerdem werden die Auswirkungen in diesen Bereichen mitunter als erstes wahrzunehmen sein, weswegen wir uns dazu entschieden haben, diesen Weg zu gehen. Das heißt aber natürlich nicht, dass sich dieser Brief nur im Namen dieser Branchen an das Parlament richtet. Jede Unterschrift zählt, denn eine nachhaltige Veränderung können wir nur zusammen erreichen. Im Endeffekt profitieren alle Branchen, die bereit sind, einen nachhaltigeren Weg einzuschlagen!